Wildpflanzen-Kommunikation

Seit vielen Jahren kommen immer wieder bestimmte Wildpflanzen in mein Bewusstsein und ich habe das Gefühl, sie möchten mich teilhaben lassen an ihrer Information und Energie.

Kommunikation im herkömmlichen Sinne wird als Übertragung von Informationen bezeichnet.

die kleine Aiyana lernt und kommuniziert über Wildpflanzen

die kleine Aiyana lernt und kommuniziert mit Wildpflanzen

Das erlebe ich in der Weise, dass eine bestimmte Pflanzenart sich mir immer wieder zeigt, mir besonders auffällt, in der Natur bei Wanderungen, am See, am Flussufer, immer wieder,  oder sie wächst hier im Gärtchen.

In einem Jahr war es der Beifuß, als ich am Main in einem Grundstück am Ufer über mehrere Wochen campte, in einem weiteren Jahr die Mädesüß.

Gundermann, war hier schon vor mir im Gärtchen, als ich mich hier niederließ. Er strahlte mich mit seinen lila Blüten an, so dass ich gar nicht anders konnte, als mich mit diesem Pflanzen-Wesen zu beschäftigen. Mehr dazu in einem Blog zum Gundermann, einer meiner Pflanzen-Verbündeten.

In diesem Jahr möchte der Beinwell ins Bewusste meines Daseins. Es fühlt sich an, als ob die Wildpflanzen genau in diesem Zeitraum, was meistens über ein Jahr geht, mir etwas besonderes mitteilen. Dann gehe ich in die Erkundung, sehe, lausche, probiere, lerne theoretisches Wissen über Ihre Inhaltsstoffe,  erspüre, soweit mir möglich, deren Heilkraft und kulinarische Aspekte. Schaue sie in ihrer Verwandlung vom Spross, einer Blattrosette bis in die Blüte an und höre ihnen zu. Immer wieder.

Im vergangenen Jahr hat mich das Zackenschötchen lat. Bunias orientalis in seinen Bann gezogen. Leider ist es nicht sehr beliebt, doch ich mag es trotzdem. Es wird als invasiv bezeichnet, wie so viele Neophyten, pflanzliche Neuankömmlinge aus anderen Kontinenten. Dazu habe ich meine eigene Ansicht, die werden in einem weiteren Blog erläutert. Jedenfalls haben Neophyten wie auch alle Wildpflanzen sehr überzeugende sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe: sie sind Pioniere und Überlebenskünstler.  Sollte uns das zum Nachdenken anregen?

wie wirken wir auf Euch?

Heilsam und einfach schön

Die Ebene der Kommunikation eröffnet sich, manchmal sehr schnell und ein anderes mal auch über längere Phasen. Immer habe ich das Gefühl, dass sie mit mir etwas Heilsames und ganz Weises teilen möchten. Oft hat sich heraus gestellt, dass sie dann zu mir kommen, wenn aus dem Familien- oder Bekanntenkreis und auch von Haustieren ihre heilenden Energien gefragt sind.

Es gibt unzählige praktische Erlebnisse, die ich gerne mit Euch teile, alles zu seiner Zeit.

Naturverbundene Grüße

Eure Andrea

Beinwell bei Arthrose, Rheuma, Gicht und Knochenschäden

Dem Beinwell lat. Symphytum officinale gefällt es gut hier im Hausgärtchen. Dass er sich angesiedelt hat freut mich ganz besonders, denn noch vor einem Jahr sammelte ich ihn wild weil einige Bekannte und ich selbst seine Heilkräfte benötigten.  Im letzten Jahr bildete der Beinwell eine große Blattrosette und in diesem Frühling ist mein „Knochenkitter“ zu einer kraftvollen und wunderschönen Pflanze heran gewachsen, die jetzt kurz vor der  Blüte steht.

dieser Beinwell-Pflanze gefällt es hier

dieser Beinwell-Pflanze gefällt es hier

Von seinen wild vorkommenden Geschwistern hatten wir im Herbst letzten Jahres Beinwell-Wurzeln geerntet und Beinwell-Salbe gerührt. Diese dient zur Heilung der Körper-„hardware“ und wird z. B. bei Gelenkbeschwerden, Gicht, Rheuma, Arthrose und Verstauchungen aufgetragen.

Erstaunliche Heilerfolge können bei Knochenbrüchen erzielt werden. In Internetforen wird selbst von der Regeneration von Zähnen und Zahnfleisch berichtet.

Wer selbst schon einmal eine Beinwell-Wurzel ausgegraben, ertastet und erspürt hat, kann die heilenden Wirkungen schon gut allein von der klebrig-schleimigen Konsistenz ableiten, die sich beim Schälen der Wurzel zeigt. Die außen schwarzen und innen weißen Wurzeln beinhalten Allantoin, einen der unzähligen sekundären Pflanzenstoffe in der wunderbaren Pflanzenwelt.

Sekundäre Pflanzenstoffe sind gesundheitsrelevante Substanzen in Pflanzen, die als sekundär bezeichnet werden, da sie keine Kalorien liefern wie die Hauptnährstoffe Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate. Allantoin wird in der Kosmetik eingesetzt, medizinisch bei Hautverletzungen, es beschleunigt den Zellaufbau, sowie Zellbildung und –regeneration und wirkt hautberuhigend. Im Beinwell enthalten sind ebenfalls bis zu 6 % Gerbstoffe, die zusammenziehend, entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral und Gifte neutralisierend wirken. Weitere sekundäre Pflanzenstoffe im Beinwell sind Schleimstoffe, Stärke, Triterpene, 1-3 % Asparagin, Phytosterole und 0,04-0,6 % Pyrrolizidine.

Der Beinwell diente Jahrhunderte als Heilpflanze und Nahrung und bisher ist durch seinen Konsum keine schädigende Wirkung beim Menschen beschrieben worden. Doch es sollen auch hier die enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide, die möglicherweise leberschädigend wirken könnten, erwähnt werden. Ihr wisst ja, wer Wildpflanzen sammelt und zu Heil- und Nahrungszwecken verwendet, der macht sich selbstverständlich mit der Materie genügend vertraut und lernt die Pflanzen kennen.
Die Blätter vom Beinwell können ohne Blütenstand mit denen des giftigen Fingerhuts lat. Digitalis purpurea verwechselt werden.

auf gleicher Höhe mit dem Beinwell

1,7 m, auf gleicher Höhe mit Beinwell

Die jungen weichen behaarten Blätter schmecken frisch nach Salatgurke und würzen Kräuterquark, Zaziki und ein leichtes Apfelessig-Leinöl-Dressing für Blattsalate. Die ca. 10 cm großen Blätter können mit einer Frischkäse-Creme bestrichen und eingerollt werden. Anschließend in einen Backteig eintauchen und in Olivenöl knuspig ausbacken. Für ein köstliches Wild-Gemüse den Beinwell mit Giersch, Brennnesseln, auch Spinat, Mangold und Pakchoi auf kleiner Hitze und mit wenig Wasser leicht dünsten und dann pürieren.

Beinwell passt auch sehr gut für Wildgemüse-Frikadellen. Eine Mischung von Giersch, Melde, Wiesenknopfkraut, guter Heinrich und Beinwell waschen, hacken und kurz dünsten, die gleiche Menge gekochte geriebene Kartoffeln, ein paar gequollene Getreideflocken und Chiasamen (Ei-Ersatz) dazu geben und gut durchkneten. Ganz Eilige können auch Kartoffelpüree dafür nehmen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, aus dem Teig Küchlein formen und in Olivenöl braten.

Gespannt bin ich darauf mit dem neuen Pflanzenwesen Comfrey, so wird Beinwell auch genannt, zu kommunizieren, natürlich berichte ich Euch in einem neuen Blog-Beitrag davon,
viel Freude und Sonne für Euch
Andrea

Wildpflanzenkurs “Kulinarische Frühlingsboten, Bärlauch und Pilze”

 

 

veitshöchheim - wildkräuterkurs - 19.4.15 043 (1)

Die Frühjahrsboten spitzen jedes Jahr so im März-April neugierig aus dem Erdreich. In Internetforen und unter virtuellen Wildkräuterfreunden kursieren die ersten saisonalen Fotos vom frischen Blattgrün.  Diese kleinen Wildpflänzchen läuten den Frühling ein und ich erwarte sie schon freudig,  so als wenn ich gute Freunde wieder sehe.

Diese Freude teile ich gerne mit gesundheitsbewussten Menschen, denn es ist die allerbeste Zeit des Jahres, den innerlichen und äußerlichen Winterblues loszuwerden und sich von überflüssigen schädlichen Stoffen zu befreien. Die Sonnenstrahlen erhellen das Gemüt und lassen uns frohen Mutes, mit Hilfe unserer natürlichen Verbündeten in unsere Selbstreinigungsenergie kommen.

Die entgiftenden Wirkmechanismen sind einerseits lösende, also Schadstoffe freisetzende Pflanzensubstanzen und besonders wichtig, auch eine ausleitende Wirkung. Der Bärlauch ist hier ein Spezialist. Wie in jedem April seit 10 Jahren fand deshalb in Veitshöchheim wieder der Wildpflanzenkurs “Kulinarische Frühlingsboten, Bärlauch und Pilze” statt. Zuerst gab es einen Wildpflanzen-Vortrag, anschließend eine Wildkräuter-Exkursion bei herrlichem Sonnenschein, gefolgt von gemeinsamen Zubereiten von Köstlichkeiten unserer Wildpflanzen-Sammlung und natürlich den Genuss von Fränkischem Bärlauch-Pesto, Bärenbutter, Maruli-Giersch-Wildblüten-Salat u. a..

Frühlingskräuter strotzen nur so vor Vitalstoffen, ebenfalls Frühlingsgemüse wie Giersch und Brennnessel. Wildpflanzen übertreffen bei Weitem Ihre domestizierten Verwandten aus dem Supermarkt, denn sie enthalten ein Vielfaches an Mineralstoffen, Vitaminen, Sekundären Pflanzenstoffen, Chlorophyll und Biophotonen. Hier eine kleine Auflistung:

Jeweils in mg/100g Kalium Calcium Magnesium Eisen
Kopfsalat 224 37 11   1,1
Grünkohl 490 212 31   1,9
Gänseblümchen 600 190 33   2,7
Gänsefuß 920 310 93   3,0
Franzosenkraut 390 410 56 14,0
Brennnessel 410 630 71   7,8

Viel Freude beim Entdecken der Köstlichkeiten wünsche ich allen Freunden der Natur, Wildpflanzen und Pilze

Eure Andrea

Hier noch ein Testimonial/Referenz zum Wildpflanzenkurs „Kulinarische Frühlingsboten, Bärlauch und Pilze“am 19.04.2015 von Gisela S., die mit dem WoMo angereist war:

Hallo Andrea,
>veitshöchheim - wildkräuterkurs - 19.4.15 049 (1)
> einen so schönen, informativen Tag und auch noch so nahrhaft, hatte ich
> lange nicht mehr. Es war eine tolle Erfahrung und wie Du an den Bildern
> siehst, war ich auch noch sehr aktiv am Sonntgabend.
>
> Viele Grüße bis demnächst
> von Gisela (links auf dem Foto)

 

Danke liebe Gisela für Dein feedback und viel Freude mit Deinem neu erworbenen Erfahrungen !