Heimische Heilpilze – Glänzender Lackporling (Reishi)

Einer der besterforschten Heilpilze wächst vor der Haustüre in unseren heimischen Wäldern, meist bei Eiche oder Fichte.

Heute morgen bei traumhaften Kräuterwetter, erntete ich vier wunderbare Exemplare vom Reishi (Ganoderma lucidum) im Edelmannswald von Veitshöchheim.

Eigentlich wollte ich einige mir bekannte Stellen nach dem Glänzenden Lackporling kontrollieren, denn es hat vor einigen Tagen, nach langer Trockenzeit, wieder einmal ergiebig geregnet, so dass ich Pilzfunde erwarten konnte, um meinen Vorrat an Reishi-Tee und -Pulver wieder aufzustocken. Welche freudige Überraschung war es, als mich gleich am Waldrand in der Nähe vom Naturdenkmal “Seelein” eine wunderschöne, rot glänzende Gruppe von Reishis anstrahlte.

Im Bild mein Körbchen mit der Tagesernte:
Heilpilz Glänzender Lackporling (Ganoderma lucidum, Reishi, Ling Zhi),
frische Melde und Brennnessel-Spitzen, daraus stelle ich heute eine Füllung für Teigtaschen her.Foto0166

Die herausragenden Heilwirkungen (er soll allen Heilkräutern überlegen sein) des derzeit weltweit bekanntesten Heilpilzes Reishi, der seit über 4000 Jahren in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) verwendet wird, hier im Überblick:

Unterstützung beim Abnehmen
– Regenerierung der Leber bzw. die Entgiftung wird über die Leber gefördert
– Enzyme unterstützen die Ausleitung von Toxinen, die beim Fettabbau freigesetzt werden. Dadurch wird der bekannte und gefürchtete Jo-Jo-Effekt verhindert.

Allergien
– Regulierung des Immunsystems
– antientzündliche Wirkung
– Histamin-Ausschüttung wird vermindert, dadurch weniger Juckreiz
– Stärkend und aufbauend auf den gesamten Bronchialbereich; daher spezialisiert bei Allergien, die durch Pollen und Düfte über die Atemwege entstehen

Alzheimer / Demenz
– wirkt positiv auf entzündliche Prozesse, verbessert die Entgiftung
– verbessert die Sauerstoffversorgung

Arthritis / Arthrose / Gicht
– präventiv bei Entzündungen, hemmt bestehende Entzündungen

Atemwegserkrankungen
– stärkt und regeneriert die Atemwege

Ausdauer
– erhöht die Sauerstoffaufnahme im Blut, optimiert die Zellatmung, dadurch nachhaltige Steigerung der Ausdauerleistung

Autoimmunerkrankungen
– der Reishi ist der Spezialist zur Unterstützung und Stärkung des Immunsystems durch seine großartige Entgiftungswirkung

Hier noch weitere Einsatzgebiete des Reishi:
Diabetes mellitus Typ 1 und 2, Rückenschmerzen, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und Urogenitalsystems, Fibromyalgie, Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen, Hauterkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen/Bluthochdruck, Kopfschmerzen/Migräne, Krebserkrankungen, Lebererkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Multiple Sklerose, Neurostress, Osteoporose, Prostataerkrankungen, Raucherentwöhnung, Schilddrüsenerkrankungen, Virale Infekte, Wechseljahrsbeschwerden

Foto0168In China und in Japan wird der Heilpilz überaus hoch geschätzt. Der “göttliche” Pilz wird gezüchtet und steht dem gesamten Volk zur Verfügung. Besonders Bergsteiger und Sportler profitieren, die Toleranz gegenüber Sauerstoffmangel steigt an.

Bemerkenswerte Inhaltsstoffe des Reishi sind unterschiedliche Peptide, Vitamine B 1, 2, 6 und Vitamin E, Spurenelemente, Nucleotide und Triterpene.

Die Beta-D-Glucane spielen für das Immunsystem und die tumorhemmende Wirkung eine wichtige Rolle.

Die sehr besondere Eigenschaft des Reishi ist die “adaptogene” Wirkung d. h. dass er in der Lage ist, den gesunden Gleichgewichtszustand wieder herzustellen (Wang et al. 2002). Sowohl bei zu hohem, also auch bei zu niedrigem Blutdruck kann er folglich eingesetzt werden, bei Erschöpfung und auch Schlaflosigkeit. Pflanzenvertreter mit dieser Eigenschaft sind z. B. die Mistel und der Ginseng.

So, nun seid Ihr Lieben erst mal ganz gut informiert über diesen “Vitalpilz” den Glänzenden Lackporling. Der Heilpilz bzw. Eure eigene Gesundheit sind es bestimmt wert, beim nächsten Waldspaziergang beachtet zu werden. Natürlich könnt Ihr auch einen Heilpilz-Vortrag oder Pilzlehrkurs bei mir buchen um noch mehr zu erfahren, die Praxis in Bezug auf Wildkräuter und Pilze ist einfach am Allerbesten, zusätzlich zum theoretischen Wissen.

Viel Freude auf Wald und Wiese
Deine Andrea

 

Kräutertee und Wechseljahre

In den Wechseljahren können klimakterische Symptome wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Herzrasen, Müdigkeit, Kopfschmerzen und allgemeine Schwäche durch die hormonelle Umstellung  auftreten.  Die Östrogenproduktion wird eingestellt und jenes Hormon hat jahrzehntelang u. a. sämtliche Stoffwechsel-Funktionen unterstützt. 20-06-09 023

Gerade in dieser Phase spielt eine bewusst ausgewählte Ernährung mit möglichst viel pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Salat und Kräutern eine heraus ragende Rolle. Programmiere ungünstige Gewohnheiten in gesunde um mit diesem Tipp:  zu allen Mahlzeiten und Snacks etwas Frisches, zu jedem Brot eine Portion Gurke, Tomate, Salatblatt, Kresse – das ist wichtig für die Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, sekundären Pflanzenstoffen wie Phytoöstrogenen. Verwende natürlich Pflanzenöle mit viel Omega-3-Fettsäuren darin wie Leinöl, Hanföl oder Walnussöl und optimiere Dein Bewegungsverhalten.

Produkte aus Soja kannst Du gerne im Speisenplan berücksichtigtigen, sofern es Dir schmeckt und gut tut. Gut zu wissen: Soja ist aber auch eines der häufigsten Allergie-Auslöser und kann zu Blähungen führen, da es eine Hülsenfrucht ist. Soja-Drink kann eine Alternative zu Trinkmilch sein z. B. bei Lactose-Unverträglichkeit. Die Bezeichnung Milch kennzeichnet immer ein tierisches Produkt.

Von der lieben Kräuterfrau Maria Treben kommt dieser Rat: trinke Frauenmantel-Tee schon vor und in den Wechseljahren, hierzu einen gehäuften Teelöffel Kräuter auf ein Viertel Liter Wasser, nur brühen, kurz ziehen lassen; als Badezusatz nimmst Du 200 Gramm getrocknete oder zwei Doppelhände frische Kräuter, setzt sie in einem Eimer mit kaltem Wasser über Nacht an, erwärmst am nächsten Tag alles und gießt die Flüssigkeit dem Badewasser zu.20-06-09 037

Aus einem Archiv für Heilkräuter und deren Anwendungen einer Apotheken-Auflösung vor einigen Jahren habe ich folgende Rezepturen erhalten:

je 20 g Schafgarbenkraut, Passionsblumenkraut, Melissenblätterbei Schmerzen im Unterleib, kurmäßige Anwendung über 8 Wochen, 2 TL mit 150 ml kochendem Waser überbrühen, abgedeckt 10 Min. ziehen lassen, 2 Tassen täglich früh und abend, Wirkung: krampflösend, beruhigend, entzündungshemmend, zentral dämpfend

je 20 g Schafgarbenkraut und Johanniskraut, 10 g Hopfenzapfen – bei depressiver und nervöser Stimmung, kurmäßige Anwendung über 6-8 Wochen, Anwendung s. o., Wirkung: krampflösend, entzündungshemmend, antriebssteigernd und stimmungshebend, leicht beruhigend

je 18 g Salbeiblätter, Pfefferminzblätter, Kamillenblüten, 12 g Melissenblätter verhindert übermäßiges Schwitzen, Anwendung s. o., Wirkung: schweißhemmend, krampflösend, entzündungshemmend, beruhigend

Mein Rat für Dich, wenn Du gerne Schüßler-Salze anwenden möchtest, erfrage die Dosierung immer individuell in der Apotheke oder beim Therapeuten:
Magnesium phosphoricum D6 – bei Einschlafstörungen und Herzrasen, alternativ Kalium phosphoricum D6
Silicea D12 – bei Schweißausbrüchen, auch im Wechsel mit Ferrum phosphoricum D12
Kalium phosphoricum D6 – bei Schlafstörungen, Müdigkeit, Erschöpfung
Ferrum phosphoricum D12 alle 15-30 Min. – bei immer wiederkehrenden Hitzewallungen

Gute Genesung und frohen Mut auf Eurem Weg wünscht
Eure Andrea